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Küken gehen zur Schule

Der 21. Juni war ein spannender Tag für uns, für die Klasse 5a. Ein Kunstbrutkasten mit 16 befruchteten Eiern nahm Einzug im Klassenzimmer. Gestiftet von der Mutter einer Mitschülerin kamen die Eier aus der Biogärtnerei Grauer in Gomaringen und sollten nun ausgebrütet werden.

Es war unsere Aufgabe täglich den Brutkasten zu überwachen. Eine durchgehende Temperatur von 38,3 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 45% – 55% war täglich zu kontrollieren. Waren die Werte nicht korrekt, mussten wir mit einem Regler für die Temperatur und mit Wasser nachhelfen. Zudem mussten die Eier täglich versetzt werden.

Am 12. Juli war es dann endlich soweit. Morgens, vor Unterrichtsbeginn, waren bereits ein paar Küken geschlüpft. Während des Deutschunterrichts konnten wir dann beobachten, wie ein Küken von innen die Schale aufpickte und schließlich die Schale „sprengte“. Nach ein paar Sekunden stand es bereits auf seinen eigenen Krallen. Von da an war die ganze Klasse täglich damit beschäftigt, das Schlüpfen weiterer Küken zu beobachten, die dann – sobald sie trocken waren – in einen großen Käfig gebracht wurden, der in der Biologie dafür bereit stand. Dort wurden sie fortan gefüttert, der Stall musste ausgemistet werden. Eine Menge Arbeit, die insbesondere unsere Klassenlehrerin Frau Hermes leistete.

Küken-Tourismus von der ganzen Schule

Schnell sprach sich das Ereignis herum, so dass in jeder Pause SchülerInnen aus allen Klassenstufen in die Biologie stürmten. Dort saßen dann z.B. 10-Klässlerjungs neben Mädchen aus der 6. Klasse und begutachteten gemeinsam die „süßen Federbällchen, streichelten sie, beobachten deren Wachstum. Der Zustrom war so massiv, dass der Besuch in der Biologie reguliert werden musste. Am Wochenende ließ es sich dann manche Lehrkraft nicht nehmen, zusammen mit den eigenen Kindern eine Besichtigungstour zu unternehmen. Groß raus gekommen sind die „gefiederten MitschülerInnen“ dann nochmals beim Schulfest! Ein eigens dafür von uns eingerichteter Schicht- und Besichtigungsdienst machte es möglich, dass die gesamte Schulgemeinschaft die nun schon recht groß gewordenen Küken bewundern konnte.

Jetzt, zum Ende des Schuljahres werden die Küken von der Biogärtnerei Grauer abgeholt, dort dürfen sie zu stattlichen Hühnern und Hähnen heranwachsen.

Wir sind sehr traurig darüber, uns von unserem „Federvieh“ verabschieden zu müssen, freuen uns aber auch, dass wir so ein tolles Experiment miterleben durften! Unser Dank gilt der Stifterin und vor allem Frau Hermes, die sich enorm für dieses Projekt eingesetzt hat.

Gemeinschaftsartikel der Klasse 5a